07.17.09 (5:36 am)


Typisch Informatiker   [edit]
Mein Mitbewohner studiert Informatik. Leider erzählt er gerne über sein Studium. Ich verstehe dann entweder nicht, wovon er spricht, oder bin total genervt, weil mich es einfach nicht interessiert. Sein Lieblingsthema sind Windows beziehungsweise Linux Server. Unsere Gespräche arten dann immer in Vorträge seinerseits aus. Eine gefühlte Ewigkeit schimpft er über Microsoft, weil es so kommerziell und geldgierig sei. „Die versuchen doch, alle Kleinen vom Markt zu drängen“, ist ein Satz, den ich mir in diesem Zusammenhang immer wieder anhören muss. Nach seinem Vortrag, in dem er mir alle Vorteile von Linux und alle Nachteile von Windows aufgezählt hat, versucht er mich zu überzeugen, das Betriebssystem zu wechseln. Er betont jedes Mal, dass er sich darum kümmern würde. Ich bräuchte mir keine Gedanken zu machen. Und hätte vor allem so gut wie keine Kosten. Er würde die notwendigen Server schon besorgen. Es gibt für mich stets nur einen Ausweg aus dieser ausweglosen Situation. Ich sage ihm, dass ich darüber nachdenke und bin froh, wenn er dann das Thema wechselt. Obwohl Thema wechseln vielleicht auch eine etwas übertriebene Bezeichnung für die Inhalte seiner anderen Vorträge ist. Wenn er nicht über Microsoft schimpft, benutzt er nämlich liebend gern Fachausdrücke. Durch mein Gehirn rauschen dann Begriffe wie dedizierter Server, Linux Root Server oder Protokoll. Immer wieder kommen Satzfetzen wie Server mieten oder Rootserver booten. Meine Taktik ist es, zu nicken. Wenn ich nämlich andeuten würde, dass ich keine Ahnung habe, wovon er redet, würde er versuchen, mir die Begriffe zu erklären. Und das wäre noch schlimmer als seine Vorträge über Windows und Linux.




07.16.09 (4:59 am)


Als Reiseführer in der Schweiz unterwegs   [edit]
Als Reiseführer kann man echt viel erleben, das ist in der Schweiz nicht anders als auf den Seychellen. Wobei ich auf den Seychellen ehrlich gesagt noch nicht war. Dennoch bin ich schon viel herum gekommen und das finde ich auch so schön an meiner Arbeit. Die Schweiz ist neues Terrain für mich, da habe ich mir als erstes einen Reiseführer Schweiz geholt. Ich habe nämlich meinen Einsatz dort akribisch vorbereitet. Der Reiseführer Schweiz war natürlich nur der bescheidene Anfang, sozusagen um einen groben Überblick zu bekommen. Ich recherchiere auch viel im Internet und wenn sich ein Praktikum in einem Reisebüro anbietet, mache ich das oder die Volkshochschule hat passend zu meinem Terminkalender Weiterbildungen im Angebot, die nutze ich dann auch. Damals für Prag habe ich das auch nicht anders gemacht. Die vielen historischen Schinken gerade in Prag, Karlsbrücke, Hradschin und so weiter, man muss den Leuten ja schließlich was erzählen können. Für die Schweiz sind bei mir die Schwerpunkte, wo ich mir einen Einsatz vorstellen könnte, Basel, Luzern, St. Gallen und noch so einige. Vorigen Herbst machte ich in der Schweiz Urlaub, das war ganz lustig. Denn irgendwie ticken die Uhren hier tatsächlich etwas langsamer, es ist also nicht nur ein Klischee. Ich hatte mit eine Städtereise ausgesucht, da lernt man in kürzester Zeit viel von Land und Leuten kennen, auch in der Schweiz. Ich habe vor, meinen Aufenthalt in der Schweiz als Reiseführer so für ein bis zwei Jahre zu planen, dann geht es weiter, vielleicht mal nach Amerika.




07.16.09 (1:47 am)


ELB auf dem Weg nach oben   [edit]
Drei meiner Freunde haben eine Band gegründet. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Rock, Klassik und Blues – nach dem Vorbild von Emerson, Lake & Palmer, kurz E.L.P.. Die Bandmitglieder sind die großen Idole meiner Freunde. Als sie jünger waren, durften wir sie nicht mit ihren richtigen Namen ansprechen, sondern mussten sie Greg Lake, Carl Palmer und Keith Emerson rufen. Hat einer von uns aus Versehen doch einmal ihre richtigen Vornamen gerufen, haben sie einfach nicht reagiert. Die Phase ist zum Glück seit einigen Jahren vorbei. Die Liebe zu dieser Band ist aber geblieben. Die drei Jungs haben immer davon geträumt, in ihre Fußstapfen zu treten. Bis vor kurzem spielten sie in einer anderen Rockband, als sich die getrennt hat, sahen sie die Zeit für eine Neuauflage von ELP in moderner Besetzung für gekommen. Die Musikrichtung war klar, die Instrumente waren gesetzt, nur der Name stand ziemlich lange zur Disposition. Sie konnten sich ja nicht einfach auch Emerson, Lake & Palmer nennen. Irgendwann kam einem der Jungs dann die zündende Idee. Ganz kreativ benutzten sie ihre Namen als Bandnamen. Im Gegensatz zu ihren Idolen nahmen sie aber ihre Vornamen und hießen von da an Eik, Lenny & Ben, was abkürzt – wie praktisch – ELB ergibt. Zugegeben, ich habe mich köstlich über diese Entscheidung amüsiert. Die drei sind schon ziemlich durchgeknallt. Aber das lohnt sich. Ich habe sie jetzt ein paar Mal bei einer Bandprobe besucht. Und eins muss man ihnen lassen: Musik machen können sie.




07.15.09 (5:25 am)


Ein Kampfhund als Familienmitglied   [edit]
Meine beste Freundin lebt seit einem halben Jahr in London. Sie arbeitet dort als Au Pair bei einer Familie mit drei kleinen Kindern. Ich war wahnsinnig ausgeregt, als sie sie vor drei Wochen das erste Mal besuchen konnte. Ihre Gasteltern waren wirklich nett. In ihrem Haus fühlte ich mich sofort wohl. Bis ich den Hund der Familie sah. Denn als ich nichts ahnend im Wohnzimmer saß, kam plötzlich ein Staffordshire Bullterrier auf mich zu. In meinem Kopf baute sich Unverständnis auf. Wie kann eine Familie mit kleinen Kindern Kampfhunde haben, fragte ich mich. Schließlich darf diese Rasse in Deutschland in vielen Bundesländern gar nicht gehalten werden. Wegen der Hundehalterhaftpflicht müssen Bullterrier pflichtversichert werden. Viele Versicherungen bieten für sie dennoch keine Hundehalterhaftpflichtver sicherung an, weil sie wegen ihrer Gefährlichkeit als unversicherbar gelten. Als ich mit meiner Freundin allein war, äußerte ich meinen Unmut. Mich wunderte es, dass die Anwesenheit des Kampfundes niemanden zu stören schien. Meine beste Freundin klärte mich dann auch auf. In Großbritannien ist der Staffordshire Bullterrier tatsächlich ein beliebter Familienhund. Die Rasse wurde ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet. Als die in England 1835 verboten wurden, konzentrierte sich die Zucht auf die andere Stärke der Rasse, nämlich die Familientauglichkeit. In Großbritannien werden Hunde dieser Rasse sogar zum Babysitten und als Rettungshunde eingesetzt. Staffordshire Terrier haben dort dementsprechend nicht so einen schlechten Ruf wie in Deutschland. Ich war zwei Wochen lang in London. In dieser Zeit habe ich den Familienhund in mein Herz geschlossen. Aggressiv wirkte er in dieser Zeit kein einziges Mal.




07.09.09 (4:23 am)


Baufinanzierung   [edit]
Viele Personen haben den Traum von einem Eigenheim mit kleinem Garten. Es bedarf einer guten Vorbereitungszeit für die Planung des Hauses und oft gestaltet sich die Suche nach einem Grundstück schwierig Zu den wichtigsten Fakten zählt auch eine individuelle Möglichkeit und den Wünschen entsprechender Baufinanzierung. Einen Überblick über eine Baufinanzierung wird erschwert da es sehr viel Finanzierungsanbieter auf dem heutigem Kreditmarkt gibt. Die Entscheidung über die Auswahl ist sehr komplex und wird zudem über eine Vielzahl von Angeboten erschwert. Wer sich die Zeit zum Vergleichen nicht nehmen möchte oder auch nicht hat kann sich einen freien Finanzmakler nehmen. Die Finanzmakler vermitteln die entsprechenden Verträge. Nicht nur Baufinanzierung sondern auch Sofortkredite oder andere Arten von Krediten. Makler nehmen sich die entsprechende Zeit und vergleichen die Angebote der einzelnen Kreditanbieter. Die Finanzmakler berücksichtigen auch mit welcher finanziellen Belastung gerechnet werden muss. Außerdem übernimmt er die gesamte Verwaltung von Papieren, was man bei einer entsprechenden Antragsstellung benötigt. Wie z.B. Kopien des Personalausweises, Kopien der Gehaltsnachweise oder auch Kopien von Rücklagen die man sich erspart hat. Deutsche Banken vergeben keine Kredite ohne eine Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung)– Auskunft. Die Schufa bestätigt der Bank ob man Kreditwürdig ist oder nicht. Daher vergeben Deutsche Banken ohne diese Abfrage keine Kredite. Sollte man jedoch nicht Kreditwürdig sein, gibt es den Umweg über einen Kreditvermittler. Diese Vermittler arbeiten mit ausländischen Banken zusammen. Über diese ausländischen Banken kann man Kredite ohne Schufa-Auskunft beziehen, jedoch nur bis zu einer maximalen Kredithöhe. Diese Banken arbeiten mit einem enormen Zinssatz, so dass fast die doppelte Summe der eigentlichen Kredithöhe zurückgezahlt werden muss.




07.02.09 (5:11 am)


Zu wenig Auswahl?   [edit]
Gestern kamen nur langweilige Sendungen im Fernsehen. Genervt zappte ich von Programm zu Programm, doch egal wo ich landete, länger als zehn Minuten wollten einfach nicht vergehen, bis ich die Lust am Gezeigten verlor. Ich wollte schon fast ausschalten, da entdeckte ich eine Show, die sich mit Ostalgie beschäftigte. Das hat mich zwar auch nicht interessiert, doch es brachte mich zum Nachdenken. Es ist schon komisch, wie abhängig wir heute vom Fernsehen sind. Und wie wir trotz der riesigen Auswahl oft nichts finden, was uns zufrieden stellt. In der DDR gab es offiziell nur zwei Sender. Die Menschen freuten sich damals lange vorher auf Shows wie Ein Kessel Buntes oder Serien wie Vier Panzersoldaten und ein Hund. Wurden DEFA Filme gezeigt, verfolgten die Leute die Handlung gespannt. Heute muss schon der neueste Blockbuster her, damit wir einigermaßen interessiert bleiben. Sonst wird Fernsehen immer mehr zum Nebenbei-Medium. Ganz nebenbei schaute ich dann auch mal wieder in die Röhre. In der Sendung wurden verschiedene DDR Produkte gezeigt, auf dem Tisch lagen mehrere Kittelschürzen. Die Auswahl war früher in jedem Bereich geringer. Es gab keine 500 verschiedenen Schokoladensorten, eigentlich tranken alle den gleichen Kaffee und wer ein Auto hatte, konnte sich glücklich schätzen. Das Seltsame ist aber, dass meine Mutter, wenn sie von ihrer Jugend erzählt, nie über die fehlende Auswahl klagt. Ich aber, die eigentlich nicht meckern dürfte, rege mich auf, wenn es meine Wunschjacke nicht auch noch in der Wunschfarbe gibt. Wahrscheinlich sind wir alle viel zu verwöhnt, um zufrieden zu sein.